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Weihnachtsseminar am Viktorsberg

Yogaschule Rolf Heim

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Weihnachtsgedanken

Es wurde ein Kind geboren .... ein Kind, das, wenn es zum Schlaf die Augen schloss, ins Reich des Lichtes zurückkehrte, aus dem es gekommen war. Öffnete es seine Augen aber wieder, sprachen diese von jenem Reich und jeder, der dem Kind in die Augen blickte, verstand - ohne Worte. Das Kind strahlte Liebe aus, was sein Wesen war.

Das Kind wuchs heran und seine Augen öffneten sich immer mehr für diese, unsere Welt. Das Licht, welches das Kind in sich trug, verschwand, langsam, nach und nach in seinem Herzen, wo es fast völlig in Vergessenheit geriet, denn allzu viele Eindrücke stürmten auf den jungen Menschen ein. Vieles musste gelernt werden, viele Erfahrungen gesammelt, Kämpfe ausgefochten, Siege errungen und Niederlagen eingesteckt werden. Das Leben formte einen Menschen, der lernte, die Dinge so zu sehen, wie sie waren, der glaubte zu wissen, was richtig war und was nicht, der meinte, unterscheiden zu können, was wichtig war im Leben und was nebensächlich.

Leise erst, doch dann immer stärker, keimte in ihm der Gedanke auf, dass das Streben nach technischem Fortschritt, Reichtum und Macht nicht das höchste Ziel eines Menschenlebens sein konnte und er machte sich daran, die menschlichen Eigenschaften und Qualitäten zu suchen, die ihm wert schienen, erworben zu werden. Er suchte in sich, drang in seine Gefühle, seine Seele vor und fand einen Menschen mit Stärken und Schwächen, einen Menschen, der Höhen und Tiefen erlebte, der Liebe gab und empfing, dem Unrecht geschah und der Unrecht zufügte. Er fand neben guten Eigenschaften, dunkle Stellen, Fehler, die er gemacht hatte und es wurde ihm klar, dass er als erstes sein Inneres bereinigen musste. Er setzte sich in Gedanken mit seinen ehemaligen Widersachern auseinander, verzieh erlittenes Unrecht, er schloss Frieden mit Menschen, die ihn verletzt hatten und mit einemmal fand er sich vor der Aufgabe, sich selbst zu verzeihen. Was ihm bei anderen gelungen war, wollte ihm bei sich selbst schier unlösbar erscheinen. Wie sollte er es schaffen, mit sich selbst Frieden zu schliessen, sich selbst seine Schwachheiten, auf die er auch jetzt immer wieder hereinfiel, zu verzeihen?

In der Nacht hatte er einen Traum. Er reiste wieder in jenes lichterfüllte Land, in dem er im Laufe seines Lebens schon so oft Ruhe und Trost gefunden hatte. Hier begegnete ihm ein engelhaftes Wesen, von dem unaussprechliche Liebe und grenzenloses Verständnis ausgingen. Auf die wortlose Aufforderung seines Gegenübers stellte der Träumende seine Frage und bekam die Antwort in Form eines Gefühls, das er tief in seinem Herzen erlebte und das ihn wie ein alles überstrahlendes Licht erfüllte:

Frage:

Wie kann ich mir selbst vergeben?

   

Antwort:

Wie kannst du dir nicht vergeben, genau der zu sein, der du bist? Um Gott in dir zu finden, musst du durch das Tor der Selbstakzeptanz gehen und dich so annehmen, wie du jetzt bist. Ja, all deine Fehler und Unvollkommenheiten, all deine kleinen, ängstlichen Ungereimtheiten, die du dir selbst nicht gern eingestehst, sind schon bekannt. Sie sind Teil deines Lebensplans. Wirkliches Akzeptieren bedeutet zu sagen: "Es ist in Ordnung, es ist in Ordnung, es ist in Ordnung. - Sich selbst zu akzeptieren umgeht das Bedürfnis, sich selbst zu vergeben (aus Emanuels Buch)

Könnte dies Weihnachten sein, ganz persönliche Weihnachten?

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